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DGOF-Schriftenreihe: Online-Diskurse

Die Deutsche Gesellschaft für
Online-Forschung DGOF vertritt
Interessen der Online-Forscher
im deutschen Sprachraum.

 

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Spiegel Institut weiter auf Wachstumskurs: Umzug in die Eastsite VI nach Mannheim erfolgreich gemeistert!

Logo Spiegel InstitutDas Spiegel Institut hat zum 1. September in neuen Räumlichkeiten gestartet. Der neue Sitz des Headquarters ist nun die hochmoderne und repräsentative Eastsite VI in Mannheim. Der Umzug war aufgrund des enormen Wachstums des Instituts erforderlich geworden.

Zum September nahmen die Mitarbeiter des Spiegel Institut ihre Arbeit im nagelneuen Gebäude der Eastsite VI in Mannheim auf. Nach einem reibungslosen Umzug am Wochenende, konnten die neuen Büros gebührend eingeweiht werden. Das Institut hat nicht nur mehr Platz für die immer weiter wachsende Belegschafft, sondern auch für die Durchführung innovativer Experimente mit neuester Technik.
So verfügt das Institut nicht nur über einen großen, hochmodern ausgestatteten Fokusgruppenraum, der sowohl für Kundenstudien, als auch von Unternehmen genutzt werden kann, um in außergewöhnlicher Atmosphäre Seminare, Workshops oder ähnliches durchzuführen. Es steht jetzt auch ein eigenes großes Uselab zur Verfügung, in dem unter anderem im institutseigenen Fahrsimulator Studien im Rahmen der Innovationsforschung für die Automobilindustrie durchgeführt werden können. Auch komplette Versuchsträger können in einem weiteren extra dafür ausgestatteten und besonders gesicherten Raum der Tiefgarage ausgestellt werden.

Eastsite 6Mitarbeiterzahl in letzten vier Jahren verdoppelt
Insgesamt sind derzeit 110 Mitarbeiter für die Institutsgruppe – neben Mannheim, noch in den GmbHs in Ingolstadt und Sindelfingen, sowie in den Büros in Hamburg, München, Wolfsburg, Shanghai und Beijing – tätig.

Internationale zukunftsorientierte Forschungsbereiche
Die Institutsgruppe führt dabei internationale Studien im Bereich der Konsumentenforschung und der User Experience durch. Es berät im Schwerpunkt die Automobil- und Automotiveindustrie bei der Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte, der Elektromobilität und der Entwicklung von Infotainment- und Fahrerassistenzsystemen.

Kundenintegration großgeschrieben
Das Augenmerk des renommierten Instituts liegt dabei auf der Integration des Kunden in den Entwicklungsprozess. Ziel ist immer, kundengerechte Produkte und Services zu entwickeln und dabei den Kunden an jedem Part des Entstehungsprozesses – von der Bedarfsanalyse, der Ideenfindung und der Konzeptentwicklung wie auch der Absicherung und dem Test – zu integrieren. In den neuen Räumlichkeiten wird es den Marktforschern sicher noch leichter fallen, innovative Ideen und Konzepte zu entwickeln.

Spiegel Institut Holding GmbH & Co. KG
Eastsite VI
Hermsheimer Straße 5
68163 Mannheim

Dritte Research plus Rhein-Main am 18. September 2014 in Frankfurt

research_plus_logoAm Donnerstag, 18. September 2014, lädt die Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF) zur dritten Research plus Rhein-Main nach Frankfurt. In entspannter Atmosphäre werden wieder neue Entwicklungen in der Online-Forschung diskutiert. Impulse für die Diskussion geben diesmal Tim Cole (Publizist für Wirtschaftstechnik, Blogger) zum Thema „Marktwirtschaft ist der beste Datenschutz!“. Jennifer Bubbel (Bereichsleiterin Forschung & Studienbetrieb bei der AGOF) erläutert in ihrem Vortrag „Der nächste Level der digitalen Reichweitenforschung: Die digital facts der AGOF“. Vervollständigt wird das Programm durch den Beitrag von Philip Hubertus (Senior Manager Product Management bei HERE, a Nokia Company) mit dem Titel „Maps for Life. Maps for Research. Wie Ortsangaben Kontext in Ergebnisse und Intelligenz in die Planung bringt“.

Research plus ist eine Veranstaltungsreihe der DGOF. Ziel dieser regionalen Veranstaltungen zur Online-Forschung ist die Verbreitung innovativer Forschungsideen und eine stärkere Vernetzung der Forscher in einer Region.

Das LINK Institut, Research Now und Survey Sampling Germany unterstützen die Veranstaltung als Sponsoren. marktforschung.de wird als Medienpartner von der Veranstaltung berichten.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos. Weitere Informationen zum Programm und den Anmeldemodalitäten auf www.researchplus.de/frankfurt.

Die nächste Research plus findet am 9. Oktober 2014 in Mannheim statt. Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze.

DGOF bezieht Stellung zu Manipulationen bei Ranking-Umfragen

Die jüngsten Vorfälle der Manipulation von Befragungsergebnissen, angefangen beim ADAC über das ZDF bis hin zu Anstalten aus der ARD-Sendergruppe zeigen vor allem eines: das Internet verändert nachhaltig das Umfeld der Markt- und Meinungsforschung, so die Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF). Der öffentliche Schuldspruch infolge derartiger Geschehnisse wendet sich gerade nicht nur gegen Sendergruppen und Auftraggeber, sondern trifft eine Branche an ihrer empfindlichsten Stelle: in ihrer Glaubwürdigkeit und im Vertrauen auf ihre Methoden. Die DGOF kritisiert daher klar die an den einzelnen Verfahren beteiligten Akteure sowie die Manipulation von Befragungsergebnissen.

Für die DGOF ist die nachhaltige Veränderung des Umfelds, in dem wir Forscher uns bewegen, aber nicht allein die Folge einzelner Delikte. Das Internet bietet einer breiten Masse den scheinbar leichten Zugang zum Instrumentarium professioneller Markt- und Meinungsforscher, um nach dem Prinzip „Do it yourself“ eigene Studien zu erheben. Die eingangs erwähnten Fälle sind dabei nur exemplarisch. Dadurch, dass jeder nun selbst Markt- und Meinungsforschung mithilfe günstiger Online-Tools durchführen kann, gerät immer leichter in Vergessenheit, dass akademische und angewandte Online-Forschung auf festgelegten wissenschaftlichen Standards beruht, durch deren Beachtung Online-Forscher gewährleisten, dass ihre Forschungsvorhaben nicht durch die mangelnde Qualität sowie den Willen zur Täuschung entwertet werden.

Wenn zwischen Meinungsträgern und Meinungsnutzern kein geschulter Forscherverstand vermittelt und deutet, werden Meinungen beliebig und die Hemmschwelle zur Manipulation sinkt. Nicht nur in unserer Profession wird dem Internet als Quelle für Informationen, Meinungen und Wissen grundsätzlich misstraut, gerade weil sich ihr jeder bedienen kann, ganz gleich ob er es versteht, diese Quellen wissenschaftlich und systematisch einzuordnen.

Ergebnissen aus Online-Studien wird auch innerhalb unserer Profession prinzipiell eher kritisch als aufgeschlossen begegnet, gerade weil die Unterscheidung zwischen guten und schlechten Verfahren komplex ist und dem Internetnutzer schnell unterstellt wird, dass er im Internet keine ernstzunehmenden Aussagen von sich gibt. Und so wundert es nicht, dass der gelieferte Grund für die Manipulationen nicht etwa im eingesetzten Verfahren einer selbstselektiven Online-Abstimmung gesehen wurde (dies wäre aus unserer Sicht der einzig richtige Ansatz gewesen), sondern im systematischen Betrug durch eben diese Internetgemeinde: Bei der Auswertung der Ergebnisse habe sich herausgestellt, „dass das Online-Voting durch Fan-Gruppen stark beeinflusst worden war“ (Stellungnahme ZDF 8.7.2014). Zahllose positive Beispiele aus der Forschung wie etwa treffsichere Wahlprognosen mittels Online-Befragungen zeigen aber, dass nicht das Medium sondern der richtige Einsatz von Befragungsmethoden das Problem ist.

Für die Markt- und Meinungsforschung kann der inzwischen leichte Zugang zu ihren Instrumenten fatale Folgen haben. Um hier vorzubeugen, fordert die DGOF, dass sich Markt- und Meinungsforschung noch klarer von anderen Verfahren, die nicht objektiv, anonym und wissenschaftlich sind, abzugrenzen. Online-Markt- und Meinungsforschung muss noch stärker zeigen, dass online nicht gleichbedeutend mit beliebig ist. Das Internet kann Grundlage für herausragende und hochqualitative Erkenntnisse sein. Dies zeigt sowohl die akademische Forschung in verschiedensten Disziplinen, als auch die angewandte Markt- und Meinungsforschung. Für deren Förderung und Bekanntmachung setzt sich die DGOF seit nun fast 20 Jahren ein.

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