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Förderung Online-Forschung

Förderung der Online-Forschung: Aufruf für Anträge für 2016

Die Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF) fördert neben anderen Aktivitäten jährlich die Online-Forschung direkt durch eine Anschubfinanzierung für Forschungsprojekte. Dabei wird für das Jahr 2016 ein Fördertopf von 3.500 Euro zur Verfügung gestellt.

Was kann gefördert werden?

Die Förderung der Online-Forschung erfolgt auf der Grundlage der Satzung der DGOF. Unter „Online-Forschung“ wird jedwede Forschung über untereinander vernetzte Computer, Rechner oder anderweitiger Endgeräte verstanden, die zusammen in verschiedenen Netzwerken, insbesondere dem Internet verbunden sind bzw. sich vernetzt haben. Internet und Neue Medien können dabei sowohl Forschungsgegenstand der Projekte sein als auch der Umgang der Rezipienten mit diesen Medien, bspw. in sozialen Netzen oder der Online-Umfrageforschung. Unterstützt werden sollen Projekte mit einem klaren inhaltlichen Fokus auf die Online-Forschung. Weitere thematische Anregungen für den Fokus der DGOF können auch auf der Website unserer Jahreskonferenz, der General Online Research (www.gor.de) gefunden werden. Insgesamt können sowohl empirische Forschungsvorhaben gefördert werden als auch andere Vorhaben oder Tätigkeiten, die die Ziele der DGOF verfolgen.
Der DGOF Fördertopf dient der direkten Projektunterstützung für Forschungsvorhaben, daher kann folgendes nicht beantragt werden:
• Zuschüsse für kommerzielle Projekte
• Zuschüsse für Einzelpersonenförderungen wie bspw. Reisekosten und Spesen, Tagungsgebühren o.ä.
• Druckkostenzuschüsse, Übersetzungsgebühren, Lektoratskosten oder andere Mittel für Publikationen (hier ist die DGOF bereits über andere Wege aktiv wie bspw. der Schriftenreihe „Neue Schriften zur Online-Forschung“)

Wer kann gefördert werden?

Antragsberechtigt sind alle ForscherInnen aus dem akademischen Bereich, die selbst mindestens über einen Abschluss auf Diplom- bzw. Masterniveau verfügen. Hinsichtlich der Förderung von studentischen Abschlussarbeiten möchten wir auf den Thesis Award im Rahmen der GOR verweisen.

Wie beantrage ich eine Förderung?

Stichtag für die Einreichung von Anträgen in der aktuellen Förderrunde ist der 25. April 2016. Aussagekräftige Unterlagen zum Zweck der Förderung müssen unter office@dgof.de mit dem Stichwort/Betreff „Antrag auf Förderung“ eingereicht werden. Der Antrag ist in deutscher Sprache verfasst und enthält eine maximal zweiseitige (maximal 1200 Wörter umfassende) anonymisierte Projektskizze mit den folgenden Angaben:
• Antragstitel,
• Forschungsfrage/-hypothese,
• Beschreibung des Vorhabens,
• Kostenplan, konkrete Verwendung der Mittel und Antragshöhe.
Die Beschreibung enthält sinnvollerweise auch Informationen zur Übereinstimmung mit den Kriterien im Entscheidungsverfahren (s.u.). In einem separaten Anschreiben werden Angaben zur Person des Antragstellers (insbesondere zur Erfüllung der Fördervoraussetzungen) gemacht. Weitere Anhänge werden bei der Begutachtung nicht berücksichtigt. Bitte achten Sie bei Beantragung darauf, dass nur das Anschreiben Informationen zu den Antragstellern enthält und diese Informationen nicht in der Projektskizze zu finden sind, sodass eine anonyme Begutachtung möglich ist.

Höhe der Förderung

In 2016 enthält der Fördertopf 3.500 Euro. Je nach Antragslage wird die Förderung in bis zu sieben Teilen zu je minimal 500 Euro ausgegeben. Diese Regelung soll es ermöglichen, möglichst viele Vorhaben zu fördern. Bei einem entsprechend positiven Jury-Votum wird mindestens ein Projekt eines DGOF-Mitgliedes gefördert.

Bewilligung der Anträge und Entscheidungsverfahren

Jeder Antrag wird von einer Jury der DGOF beurteilt, diese setzt sich aus akademischen und angewandten Online-Forschern zusammen. Die Mitglieder der Jury werden auf der DGOF Homepage bekannt gegeben. Alle Anträge werden zunächst durch die Geschäftsstelle der DGOF hinsichtlich der Einhaltung der oben genannten Kriterien geprüft. Die weitere Begutachtung durch die Jury erfolgt anonymisiert. Dabei werden insbesondere a) die Relevanz des Vorhabens im Hinblick auf die Ziele der DGOF-Satzung (Wie sehr stimmt das Vorhaben mit den Zielen der DGOF überein?) und b) die Qualität der Ausarbeitung des Vorhabens sowie dessen Erfolgsaussichten (Wie verständlich und aussagekräftig ist das Vorhaben beschrieben? Gibt es Hinweise darauf, dass das Vorhaben erfolgreich durchgeführt werden kann?) als Auswahlkriterien herangezogen.
Die Jury entscheidet in Abstimmung mit dem Vorstand der DGOF über Förderung oder Nicht-Förderung von Anträgen. Nach der Antragstellung fällt die DGOF-Jury eine Entscheidung innerhalb von etwa 8-10 Wochen ab dem Stichtag. Die Mitteilung zur Entscheidung erfolgt schriftlich über die DGOF Geschäftsstelle. Die DGOF darf in Absprache mit den Geförderten entsprechende Pressemitteilungen und Berichte auf der DGOF-Website erstellen. Bei Präsentation und Publikation von Ergebnissen bitten wir um Erwähnung der DGOF-Förderung. Insbesondere eine Präsentation der geförderten Ideen und erster Ergebnisse auf der GOR 2017 wird sehr begrüßt.

Die Mitglieder der Jury:

  • Dr. Frederik Funke, forsa main Marktinformationssysteme GmbH und datagladiator.net
  • Dr. Athanasios Mazarakis, ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, Leibniz Informationszentrum für Wirtschaft
  • Manfred Niesel, Campus Media GmbH
  • Dr. Bella Struminskaya, GESIS – Leibniz Institut für Sozialwissenschaften
  • PD Dr. Meinald Thielsch, Universität Münster

Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an PD Dr. Meinald Thielsch, Westfälische Wilhelms-Universität Münster und DGOF Vorstand (thielsch@uni-muenster.de) oder an Birgit Bujard im DGOF Office (office@dgof.de).

Bereits geförderte Projekte

2016:

„Farbeffekte auf das Antwortverhalten in Online-Surveys“ von Dr. Tobias Vogel (Universität Mannheim)

„Read it from my fingertips – Eine empirische Untersuchung zur Nutzung des Tippverhaltens für die Vorhersage der Antwortqualität und Motivation in Online-Befragungen“ von Markus Hörmann (Technische Universität München)

„Denken wir was unsere Facebook-Freunde denken? – Experiment zum Einfluss sozialer Beziehungen auf die Einstellung zu geteilten Medieninhalten auf der sozialen Netzwerkplattform Facebook“ von Doris Teutsch (Universität Hohenheim)

„Social Media-Nutzung über den weiblichen Menstruationszyklus – eine Proof of Concept-Studie zum Einsatz von Verhaltenstracking-Apps in der empirischen Sozialforschung“ von Dr. Christine Anderl (FernUniversität in Hagen)

„Suchst du noch oder liest du schon? Einflussfaktoren bei der Selektion und Rezeption von Online-Informationen – eine explorative Eyetracking-Studie“ von Nina Wicke und Prof. Dr. Monika Taddicken (beide Technische Universität Braunschweig)

2015:

„Leistungstests im Online-Kontext – User Experience und Testerleben“ von Anna-Sophie Ulfert & Michael Ott (beide Universität Gießen)

„Alter(n)sgerechte Gestaltung von Webseiten: Ein kognitionspsychologischer Ansatz“ von Prof. Dr. Beatrice G. Kuhlmann & Prof. Dr. Julia Krönung (beide Universität Mannheim)

„‘Ganz oder gar nicht! Wahrheit oder Pflicht?‘ – Was bewirkt die Forced Answering-Option wirklich bei den Respondenten von Onlineumfragen?“ von Jean Philippe Pierre Décieux (Université du Luxembourg); Alexandra Mergener (Bundes-institut für Berufsbildung und Universität Trier); Philipp Sischka (Université du Luxembourg)

2014:
„Alles nur ge-Cloud? Eine empirische Untersuchung von Nutzungsdeterminanten Cloud-
basierter Speicherdienste“ von Heiko Moryson (Co-Autor Dr. Guido Möser)

„Privatheitsmanagement im Social Web – Die Wahrnehmung situativer Privatheit und ihr Einfluss auf Selbstoffenbarung in sozialen Medien“ von Philipp Masur

„Inwiefern beeinflusst Aktualität die Wahrnehmung von Webseiten in Suchmaschinen?“ von Tobias Looschelders

2013:
„‚To force or not to force. That is the question!‘ – Die Auswirkungen des Einsatzes von Forced-Response-Fragen auf die Befragungsergebnisse“ von Jean Philippe Décieux (Université du Luxembourg), Alexandra Mergener (Universität Trier) und Philipp Sischka (Universität Trier)

„Onlineforschungsethik – eine explorative Befragung zu den ethischen Implikationen onlinebasierter Forschung im deutschsprachigen Raum“ von Nele Heise & Dr. Jan-Hinrik Schmidt (Hans-Bredow-Institut Hamburg)

„Einfluss der Skalenrichtung auf das Antwortverhalten in Web- und mobilen Webbefragungen“ von Dr. Florian Keusch (University of Michigan)

„Nutzerseitige Paradaten zur Messung von Einstellungsambivalenz in Online-Umfragen“ von Sabine Sattelberger (Universität Mainz/Statistisches Bundesamt)

„Total Digital? Muster individueller politischer Kommunikation von jungen Erwachsenen in Deutschland“ von Jan-Erik Wiederholz (Universität Düsseldorf)

International Journal of Internet Science (IJIS)

WEB DATA Journal

2012:

International Journal of Internet Science (IJIS)


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