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11.10.2010 | Michael Knippelmeyer
TNS Infratest Forschungsprojekt zu wesentlichen Änderungen im Online-Verhalten / Internet weltweit bevorzugtes Medium seiner Nutzer
Bielefeld / München, 11. Oktober 2010 – Weltweit nutzen Onliner das Internet als wichtigsten Medien-, Informations- und Kommunikationskanal. Täglich nutzen 61 Prozent der Online-User das Internet, im Vergleich zu 54 Prozent für TV, 36 Prozent für Radio und 32 Prozent bei Zeitungen. Dabei haben die Onliner in den schnellen Wachstumsmärkten Asiens und der BRIC-Staaten die gesättigten Märkte Nordamerikas und Europas mit Blick auf die digitalen Aktivitäten inzwischen überholt. Wachstumsmärkte wie Brasilien (48 Prozent) und China (54 Prozent) weisen ein weitaus größeres digitales Engagement auf als Länder gesättigter Märkte, wie Deutschland (36 Prozent), Finnland (26 Prozent) oder Japan (20 Prozent). Und das obwohl diese Länder für gewöhnlich über eine gut ausgebaute Internet-Infrastruktur verfügen.
Dies sind zentrale Ergebnisse der am gestrigen Binary Day (10/10/10) veröffentlichten und weltweit einzigartigen TNS Online-Studie Digital Life. TNS und das deutsche Tochterunternehmen TNS Infratest haben in nahezu 50.000 Online-Interviews mit Verbrauchern in 46 Ländern zahlreiche bedeutsame Erkenntnisse erfasst und stellen nun mit Digital Life Indikatoren für die Zukunft des weltweiten Online-Verhaltens zur Verfügung. Die Studie deckt 88 Prozent der weltweiten Online-Population ab und ist damit die umfangreichste und detaillierteste Studie, die sich dem globalen digitalen Konsumenten widmet. Die Studie liefert ein vollständiges Bild davon, wie sich die Konsumenten im Internet verhalten, was ihr Verhalten lenkt und welche Verhaltensweisen zukünftiges wirtschaftliches Wachstum beschleunigen können. „Diese Studie erfasst mehr als doppelt so viele Märkte wie andere Forschungsprojekte dieser Art“, betont Matthew Froggatt, Chief Development Officer bei TNS. „Sie ist nicht nur die erste wirklich globale Erforschung von Online-Aktivitäten, die alle wichtigen neuen Märkte der BRIC-Länder und viele der Next-Eleven berücksichtigt, sondern geht über die Untersuchung des Basisverhaltens hinaus, um umfassendere Daten zu den Einstellungen und zu den emotionalen Treibern dieses Verhaltens zu gewinnen.“
Blogging und Social Networking sind die Treiber des Internet
Laut Studie gewinnen Aktivitäten wie Blogging und Social Networking in den schnellen Wachstumsmärkten weiter an Fahrt. So haben bereits neun von zehn Online-Usern in China (88 Prozent) und mehr als die Hälfte in Brasilien (51 Prozent) eigene Blog- oder Forum Einträge verfasst. In den USA liegt dieser Wert lediglich bei 32 Prozent, in Deutschland sind es immerhin 44 Prozent. Zudem ist das Internet vor allem in den asiatischen Wachstumsmärkten zum Standardmedium für die Verbreitung von Fotos unter Online-Usern geworden. Der Anteil der Online-Konsumenten, die Fotos in soziale Netzwerke oder auf Foto-Websites hochladen, beträgt in Thailand 92 Prozent, in Malaysia 88 Prozent und 87 Prozent in Vietnam. Die entwickelten Märkte sind hier deutlich zurückhaltender. So haben nicht einmal die Hälfte in Deutschland (48 Prozent) und weniger als ein Drittel der Online-Konsumenten in Japan (28 Prozent) bisher Fotos auf Social Websites hochgeladen.
„Im 21. Jahrhundert spielt das Internet eine äußerst wichtige Rolle. Doch wie genau es uns beeinflusst, hängt davon ab, wo auf der Welt wir leben. Wir haben gesehen, dass das Internet in gesättigten Märkten mit ihrem allgegenwärtigen Online-Zugang, wo die Menschen seit Jahren online sind, ein Medium geworden ist, das die Verbraucher als selbstverständlich ansehen. In den schnellen Wachstumsmärkten, in denen erst seit kurzem eine anhaltende Investition in die Infrastruktur erfolgt, nehmen die User diese neuen Kanäle dagegen weitaus aktiver an. Die digitale Welt beeinflusst, wie sie leben, sich entwickeln und wie sie interagieren, und die Online-Konsumenten in diesen Märkten lassen die Online-Konsumenten in der entwickelten Welt in Bezug auf die Online-Aktivität und ihr Engagement für neue Kommunikationsformen hinter sich zurück“, kommentiert Frogatt die Studienergebnisse.
Mobiles Internet wird soziale Netzwerke weiter beschleunigen
Weltweit verbringen mobile Internetnutzer durchschnittlich 3,1 Stunden in der Woche in sozialen Netzwerken, aber nur 2,2 Stunden mit E-Mail. Gefördert wird diese Entwicklung auch von Smartphone-Herstellern, die das wachsende Bedürfnis der Nutzer, schnell und überall auch soziale Netzwerke nutzen zu wollen, erkannt und ihre Endgeräte technisch darauf eingestellt haben. Auch die Vielzahl der Messaging-Formate, darunter Instant Messaging und Aktualisierungsfunktionen, tragen dazu bei. Zukünftig wird sich laut Digital Life die digitale Landschaft verändern. Die Studie zeigt, dass die Verbraucher davon ausgehen, dass sich die Nutzung sozialer Netzwerke eher über Smartphones als über die PC-Nutzung weiter verstärken wird. In den USA erwartet beispielsweise ein Viertel (26 Prozent) der Online-Konsumenten, dass sich ihre Nutzung von sozialen Netzwerken auf einem PC in den nächsten zwölf Monaten erhöhen wird, verglichen mit mehr als einem Drittel (36 Prozent), die davon ausgehen, dass die eigene Nutzung über das Mobiltelefon intensivieren wird. In Schweden sind es gar 53 Prozent, die davon ausgehen, dass sie deutlich mehr mobil netzwerken werden. In Deutschland betragen die Werte 26 Prozent (PC) bzw. 29 Prozent (Smartphones).
Auf Wiedersehen E-Mail. Hallo soziale Netzwerke!
Weiteres Ergebnis der Studie: Online-Konsumenten verbringen im Durchschnitt mehr Zeit in sozialen Netzwerken wie Facebook und LinkedIn als mit E-Mail. Und dies obwohl sich Netzwerke in vielen Märkten erst in den letzten Jahren überhaupt etabliert haben. In Wachstumsregionen, wie Lateinamerika, dem Mittleren Osten oder China, werden durchschnittlich 5,2 Stunden pro Woche mit sozialen Netzwerken verbracht, verglichen mit vier Stunden E-Mail-Nutzung. Die Online-Konsumenten in gesättigten Märkten konzentrieren sich dagegen noch deutlich mehr auf das Korrespondieren per E-Mail. 5,1 Stunden werden hier damit verbracht, den Posteingang zu prüfen. In sozialen Netzwerken wird durchschnittlich 3,8 Stunden interagiert. Zu den intensivsten Nutzern sozialer Netzwerke gehören Malaysier (9 Std./wöchentlich), Russen (8,1 Std./wöchentlich) und Türken (7, Std./wöchentlich). Deutlich geringer dagegen die Nutzung in Deutschland. Hierzulande sind die Onliner 3,1 Stunden pro Woche in sozialen Netzwerken unterwegs.
Wenn es um die Anzahl der Freunde in sozialen Netzwerken geht, führen die Online-User aus Malaysia dieses Ranking mit durchschnittlich 233 Freunden erneut an. Dicht gefolgt von den Brasilianern mit 231 Freunden. Die Japaner bilden hier mit nur 29 Freunden das Schlusslicht, während die Tansanier durchschnittlich 38 Personen zu ihrem Freundeskreis zählen. Überraschenderweise haben die Chinesen im Durchschnitt nur 68 Freunde in ihren Netzwerken, obwohl sie die sozialen Netzwerke sehr intensiv nutzen. Das verweist auf eine Kultur, die sich auf weniger aber dafür umso engere Freundschaften stützt. Deutsche Onliner zählen durchschnittlich 75 Personen zu ihrem Online-Freundeskreis.
„Wir sind überzeugt, dass unsere Forschungsergebnisse aus Digital Life, die wir jährlich aktualisieren möchten, zum neuen Standard für Informationen zum Online-Verhalten der Verbraucher werden“, ergänzt Dirk Steffen, Leiter des Digital Centre bei TNS Infratest. „Die Veröffentlichung ausgewählter Ergebnisse ist ein erster wichtiger Schritt für uns. Natürlich verbirgt sich hinter diesen Statistiken eine Fülle weiterer Informationen. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, Reports oder Sonderauswertungen zu speziellen Fragestellungen zu erwerben. Ich lade Sie ein, mehr zu Digital Life unter DiscoverDigitalLife.com zu entdecken.“
Über Digital Life
Digital Life ist die weltweit größte Studie, die Erkenntnisse zum digitalen Verhalten und zu digitalen Einstellungen der Verbraucher aus 46 Ländern zusammenführt. Digital Life geht über die reine Verhaltensanalyse hinaus, um die zentralen emotionalen Treiber zu verstehen, die hinter den Online-Aktivitäten der Verbraucher stehen. Dazu wurden insgesamt 48.804 Personen im Alter von 16 bis 60 Jahren in den folgenden Ländern befragt: Ägypten, Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hongkong, Indien, Indonesien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kenia, Luxemburg, Malaysia, Marokko, Mexiko, Niederlande, Nigeria, Norwegen, Österreich, Philippinen, Polen, Portugal, Russland, Saudi-Arabien, Singapur, Südafrika, Südkorea, Schweden, Spanien, Tansania, Thailand, Türkei, Uganda, VAE, USA und Vietnam. Ein Auszug aus der Studie ist online in Form einer interaktiven Datenpräsentation veröffentlicht. Diese Präsentation wurde von Digit (www.digitlondon.com), einem WPP Partnerunternehmen, das sich auf Design und Interaktion spezialisiert hat, erstellt. Entdecken Sie mehr zu Digital Life unter DiscoverDigitalLife.com.
Zu TNS Infratest
TNS Infratest ist das deutsche Mitglied der TNS-Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. TNS, das mit Research International im Februar 2009 fusionierte, ist seit Oktober 2008 Teil der Kantar-Group, dem weltweit größten Netzwerk in den Bereichen Research, Insight und Consultancy. Für Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT-/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest „fact based consulting” und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit.
Über Kantar
Kantar gehört zu den weltweit größten Marktforschungs-, Analyse- und Consulting-Netzwerken. Mit der Zusammenführung der vielfältigen Kompetenzen seiner 13 spezialisierten Unternehmen verfolgt Kantar das Ziel, sich für Wirtschaftsunternehmen auf der ganzen Welt zum herausragenden Anbieter von faszinierenden und inspirierenden Einblicken zu entwickeln. Seine 26.500 Mitarbeiter in 95 Ländern bearbeiten das gesamte Spektrum der Forschungs- und Beratungsdisziplinen und befähigen das Unternehmen, seinen Kunden in jeder Phase des Konsumzyklus aussagekräftige Informationen bereitzustellen. Mehr als die Hälfte der Fortune-Top-500-Unternehmen nutzen die Dienstleistungen von Kantar. Weitere Informationen unter www.kantar.com
Kontakt und weitere Informationen:
Dirk Steffen
Technology & Media
TNS Infratest
t +49 (0)521 9257 223
e dirk.steffen@tns-infratest.com
22.09.2010 | Michael Knippelmeyer
Verbreitung der mobilen Internetnutzung gewinnt an Fahrt / Potenzial aber noch bei weitem nicht ausgeschöpft.
München / Bielefeld, 22. September 2010 – Die mobile Internetnutzung gewinnt laut aktuellem TNS CONVERGENCE MONITOR im vergangenen Jahr deutlich an Fahrt. Mittlerweile gehen 21 Prozent der 14- bis 64-Jährigen privaten Handybesitzer mit ihrem mobilen Endgerät auch online – sei es um E-Mails abzurufen oder um im Netz zu surfen. Treiber dieser Entwicklung sind die zunehmende Verbreitung internetfähiger Handys und die sinkenden Kosten für die Datenübertragung. Das Potenzial für die mobile Internetnutzung ist damit aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft.
40 Prozent der Handynutzer besitzen bereits ein sogenanntes Smartphone, das heißt ein Mobiltelefon, mit dem man relativ bequem im Internet surfen sowie E-Mails empfangen und versenden kann. Die rasche Verbreitung der Smartphones hat auch dazu geführt, dass immer mehr 14- bis 64-Jährige mit ihrem Handy online gehen. 21 Prozent der Mobilfunknutzer nutzen das mobile Internet, was gegenüber dem vergangenen Jahr ein Zuwachs von 3 Prozentpunkten bedeutet. Die mobile Internetnutzung umfasst E-Mail und Surfen im Internet: Aktuell sind es 17 Prozent der Handynutzer, die Gebrauch von der E-Mail-Funktion ihres Mobiltelefons machen, 13 Prozent besuchen Webseiten im Internet. Besonders gerne gehen die 14- 29-Jährigen mobil online: In dieser Altersgruppe sind es 29 Prozent der Handynutzer, die mehr oder weniger häufig mit ihrem Handy im Internet surfen oder ihre E-Mails checken.
Bei den abgerufenen Inhalten ist eine Annäherung des mobilen Surfverhaltens an die stationäre Internetnutzung zu beobachten.
„Wurde das mobile Internet 2009 noch sehr gezielt für unterwegs benötigte Informationen wie z.B. das Wetter, aktuelle Nachrichten oder das Telefonbuch eingesetzt, zeigt sich 2010 eine verstärkte Nutzung von Suchmaschinen, ähnlich wie bei der stationären Internetnutzung“, sagt Wolfgang Werres, Geschäftsführer TNS Infratest MediaResearch und Mitglied der TNS CONVERGENCE GROUP.
Noch erreicht das mobile Internet nicht annähernd alle, die bereits über ein entsprechendes Endgerät verfügen. Zwar wissen 33 Prozent der Handybesitzer, dass ihr Handy internetfähig ist, aber nur deutlich weniger als die Hälfte nutzen diese Funktion auch. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Abrufen von E-Mails: 38 Prozent könnten mit ihrem Handy eine E-Mail-Funktion nutzen, weniger als die Hälfte macht von dieser Gebrauch. Da nahezu jedes neu gekaufte Handy internetfähig ist, wächst die Zahl der zumindest potenziellen mobilen Surfer kontinuierlich.
„Mit zunehmender Verbreitung der entsprechenden Endgeräte und sinkenden Kosten für Internet-Flatrates ist mit einer dynamischen Entwicklung der mobilen Internetnutzung in den kommenden Jahren zu rechnen“, sagt Wolfgang Werres. „Neue Endgeräte wie beispielsweise das iPad tragen sicherlich dazu bei, dass die mobile Internetnutzung weiter zunehmen wird.“
Nach wie vor steht beim Handy aber One-to-one-Kommunikation im Vordergrund: Neben dem Telefonieren ist die SMS die mit Abstand am häufigsten genutzte Funktion: 88 Prozent der Handybesitzer tippen zumindest gelegentlich Kurznachrichten in ihr Handy. Und auch beim mobilen Internet ist die E-Mail-Funktion von größerer Relevanz als das Surfen im World Wide Web.
Diese und weitere Ergebnisse finden sich in der vierten Auflage der Forschungsreihe TNS CONVERGENCE MONITOR, einer Gemeinschaftsstudie der TNS CONVERGENCE GROUP und ARD-Werbung, Deutsche Telekom AG, IP Deutschland und ZDF. Die repräsentative Untersuchung unter 14- bis 64-Jährigen in Deutschland vom Frühjahr 2010 bietet einen fundierten Überblick über die Verbreitung konvergenter Techniken für Telekommunikation, Internet und Medien sowie Einstellungen und Interessen der Konsumenten.
Informationen zum TNS CONVERGENCE MONITOR
Für die Studie TNS CONVERGENCE MONITOR wurden insgesamt 1.501 Personen im Alter von 14 bis 64 Jahren in Deutschland befragt. Die Befragung ist repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung zwischen 14 und 64 Jahren in Privathaushalten in Deutschland und wurde in Form von persönlich-mündlichen Interviews (CAPI) im April / Mai 2010 durchgeführt. Der TNS CONVERGENCE MONITOR vermittelt neben der aktuellen und potenziellen Nutzung von Medien- und Telekommunikationsdienstleistungen wichtige Einblicke zu Themen und Trends rund um das Thema Konvergenz aus Kundensicht. Schwerpunkte waren u.a. die On-Demand Nutzung von Medieninhalten, z.B. durch Videoportale, die Online-Sendungsarchive der TV-Sender, die Verschmelzung von Fernseher und PC und die Nutzung von Smartphones / des mobilen Internets.
Zur TNS CONVERGENCE GROUP
Um den wachsenden Herausforderungen und Fragestellungen rund um das Thema „Konvergenz“ Rechnung zu tragen, haben TNS Infratest InCom, TNS Infratest MediaResearch und TNS Emnid Medienforschung die TNS CONVERGENCE GROUP gegründet. Sie ist Mitglied der TNS Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. Für seine Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT/(Tele-)Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS „Beratung durch Forschung“ und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit.
Zu TNS Infratest
TNS Infratest ist das deutsche Mitglied der TNS-Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. TNS, das mit Research International im Februar 2009 fusionierte, ist seit Oktober 2008 Teil der Kantar-Group, dem weltweit größten Netzwerk in den Bereichen Research, Insight und Consultancy. Für Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT-/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest „fact based consulting” und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit.
Über Kantar
Kantar gehört zu den weltweit größten Marktforschungs-, Analyse- und Consulting-Netzwerken. Mit der Zusammenführung der vielfältigen Kompetenzen seiner 13 spezialisierten Unternehmen verfolgt Kantar das Ziel, sich für Wirtschaftsunternehmen auf der ganzen Welt zum herausragenden Anbieter von faszinierenden und inspirierenden Einblicken zu entwickeln. Seine 26.500 Mitarbeiter in 95 Ländern bearbeiten das gesamte Spektrum der Forschungs- und Beratungsdisziplinen und befähigen das Unternehmen, seinen Kunden in jeder Phase des Konsumzyklus aussagekräftige Informationen bereitzustellen. Mehr als die Hälfte der Fortune-Top-500-Unternehmen nutzen die Dienstleistungen von Kantar. Weitere Informationen unter www.kantar.com
Kontakt und weitere Informationen:
TNS CONVERGENCE GROUP
Wolfgang Werres
t +49 (0)89 5600 – 1428
f +49 (0)89 5600 – 1506
e wolfgang.werres@tns-infratest.com
04.02.2010 | Michael Knippelmeyer
TNS Infratest Studie „Global Telecoms Insights 2010“ zur Kaufbereitschaft von mobilen Endgeräten / Mobilfunkprodukte im Aufwärtstrend
München / Bielefeld, 4. Februar 2010 – Nach den wirtschaftlichen Turbulenzen im vergangenen Jahr stehen die Zeichen im deutschen Mobilfunkmarkt in diesem Jahr offenbar wieder auf Wachstum. Insbesondere die Erwartung starker Anstiege bei der Nachfrage nach neuen Mobilfunkprodukten schürt die Hoffnung auf ein Ende der Rezession in 2010.
Laut „Global Telecoms Insights“ (GTI) planen rund 45 Prozent der Deutschen den Kauf eines Mobiltelefons binnen der nächsten sechs Monate. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Kaufplanung für mobile Endgeräte mehr als verdoppelt. In 2008 waren es zum selben Zeitpunkt nur 21 Prozent. In diesem Jahr stehen vor allem Touchscreen-Geräte hoch im Kurs der deutschen Mobilfunknutzer. Jeder dritte Mobilfunknutzer gibt an, die Anschaffung eines solchen Gerätes zu planen. Auch die Popularität von Geräten mit QWERTZ*-Tastatur verdoppelt sich im Vergleich zum Vorjahr auf elf Prozent. „Dies kann sicherlich als Signal für die ungebrochene Attraktivität von mobilen Messaging-Diensten wie SMS, E-Mail, Twitter & Co. verstanden werden“, sagt Oliver Janßen, Research Director bei TNS Infratest Technology und Media.
Dies sind zentrale Ergebnisse für Deutschland, die von TNS Infratest im November 2009 für die weltweite Marktforschungsstudie „Global Telecoms Insights 2010“ erhoben wurden. Weltweit wurden insgesamt 24.000 Online-Interviews mit Personen im Alter von 16 bis 60 Jahren zu den jeweiligen Entwicklungen in den 35 wichtigsten Telekommunikationsmärkten geführt.
Der erwartete Anstieg der Nachfrage geht einher mit einer erhöhten Ausgabebereitschaft für mobile Endgeräte. So ist die Ausgabebereitschaft für das nächste Mobiltelefon binnen eines Jahres um ca. 20 Prozent gestiegen. Eine Entwicklung, die den erwarteten Aufwärtstrend im Markt unterstreicht. „Das gestiegene Vertrauen der Verbraucher und die Vielzahl auch neuer Smartphones sind die Grundlagen für einen deutlichen Aufschwung im Endgerätemarkt. Darauf sollten sich die Anbieter entsprechend einstellen. Die Kaufabsicht ist seit dem letzten Jahr massiv angestiegen und hat inzwischen ein noch nie dagewesenes Niveau erreicht. Dies gibt Endgeräte-Herstellern die Möglichkeit, den Verkauf von Handys voranzutreiben. Gleichzeitig haben Mobilfunk-Anbieter die Chance, durch attraktive Inhalte und dazu passende Datentarife zusätzliche Einnahmen mit der mobilen Internetnutzung zu erzielen“, führt Janßen aus. Der erwartete Aufwärtstrend im Mobilfunkmarkt wird jedoch keinesfalls zu einem „Selbstläufer“. Vielmehr verdeutlichen die GTI-Ergebnisse, dass die Mobilfunkanbieter bereits heute die Weichen für eine nachhaltige Ausnutzung des Aufschwungs stellen müssen.
So zeigt der GTI, dass sich die Verbraucher mit einer Fülle neuer Mobilfunk-Geräte und deren Funktionalitäten konfrontiert sehen. In dieser Angebotsvielfalt gilt es, auf Anbieterseite die wichtigsten Faktoren bei der Anschaffung eines neuen Handys zu berücksichtigen. In erster Linie wünschen Verbraucher eine einfache und benutzerfreundliche Menüführung (26 Prozent) sowie die Möglichkeit Apps und Inhalte auf das Handy laden zu können (16 Prozent). Noch immer meiden 29 Prozent der deutschen Verbraucher aufgrund mangelnder Benutzerfreundlichkeit die neuen Mobilfunkservices wie den Download von Inhalten oder den mobilen Zugriff auf soziale Netzwerke.
„Die Branche hat allerdings auch mit Wachstumsrisiken zu rechnen. Allein die weiter stark steigende Anzahl mobil vernetzter Endgeräte kann die Netzverfügbarkeit verschlechtern und dazu führen, die vorhandenen Datenkapazitäten unter allen Nutzern teilen zu müssen“, so Janßen.
Daneben haben auch andere Produkte wie Netbooks, Tablet-PC oder E-Reader Chancen, in Zukunft einen größeren Anteil am Mobilfunkmarkt zu gewinnen. So wird sich der Netbook-Boom laut GTI-Ergebnissen auch in 2010 weiter fortsetzen. Bei einer derzeit noch geringen Verbreitung geben 14 Prozent der deutschen Verbraucher an, dass sie innerhalb der nächsten sechs Monate die Anschaffung eines Netbooks planen. Im Vergleich dazu liegt die Kaufwahrscheinlichkeit für Notebook-PC’s bei 16 Prozent und für Desktop-PCs bei nur vier Prozent. „Gespannt sein darf man außerdem, wie sich neuartige Geräte wie das kürzlich vorgestellte iPad von Apple am Markt behaupten können. Gelingt es der Industrie, die vielfältigen Herausforderungen des Marktes zu meistern, steht einem erfolgreichen nächsten Jahrzehnt nichts im Wege“, so Janßen abschließend.
*Die QWERTZ-Tastaturbelegung (Q, W, E, R, T, Z) ist die normale Anordnung der Tasten auf Schreibmaschinen- und Computertastaturen im deutschsprachigen Raum.
Informationen zu „Global Telecoms Insights 2010“
Für die Studie „Global Telecoms Insights 2010“ wurden im November 2009 insgesamt 24.000 Personen im Alter von 16 bis 60 Jahren in folgenden 35 Ländern befragt: Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Italien, Japan, Kanada, Korea, Niederlande, Schweden, Spanien, Taiwan, Malaysia, Singapur und den USA. Ferner in Ballungsgebieten in Brasilien, Argentinien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Thailand, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Guatemala, Kolumbien, Kambodscha, Pakistan, Philippinen, Kenia und Nigeria.
Weitere Informationen zu „Global Telecoms Insights 2010“ finden Sie hier.
Zu TNS Infratest
TNS Infratest ist das deutsche Mitglied der TNS-Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. TNS, das mit Research International im Februar 2009 fusionierte, ist seit Oktober 2008 Teil der Kantar-Group, dem weltweit größten Netzwerk in den Bereichen Research, Insight und Consultancy. Für Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT-/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest „fact based consulting” und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit.
Über Kantar
Kantar gehört zu den weltweit größten Marktforschungs-, Analyse- und Consulting-Netzwerken. Mit der Zusammenführung der vielfältigen Kompetenzen seiner 13 spezialisierten Unternehmen verfolgt Kantar das Ziel, sich für Wirtschaftsunternehmen auf der ganzen Welt zum herausragenden Anbieter von faszinierenden und inspirierenden Einblicken zu entwickeln. Seine 26.500 Mitarbeiter in 95 Ländern bearbeiten das gesamte Spektrum der Forschungs- und Beratungsdisziplinen und befähigen das Unternehmen, seinen Kunden in jeder Phase des Konsumzyklus aussagekräftige Informationen bereitzustellen. Mehr als die Hälfte der Fortune-Top-500-Unternehmen nutzen die Dienstleistungen von Kantar. Weitere Informationen unter www.kantar.com
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