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Neue Publikation zu Politischer Online-Kommunikation

Philipp Henn/Dennis Frieß (Hrsg.): Politische Online-Kommunikation
Voraussetzungen und Folgen des strukturellen Wandels der politischen Kommunikation
Berlin 2016
Band 3 der Reihe Digital Communication Research

Der Stellenwert von Online-Angeboten für die politische Kommunikation ist merklich gestiegen. Sie sind zum festen Bestandteil professioneller und alltäglicher politischer Information und Kommunikation geworden. Es sind für verschiedene Akteure neue Möglichkeiten der internen und externen Kommunikation mit erheblichen Chancen und Risiken entstanden, die alle politischen Räume erfassen. Die spezifische Logik der Online-Medien beginnt, die politische Kommunikation zu prägen. Insgesamt ergibt sich ein grundlegender, also struktureller Wandel der politischen Kommunikation durch Online-Medien. Die elf Beiträge dieses Bandes befassen sich mit diesem Wandel. Sie betrachten Akteure der politischen Kommunikation, fragen nach den Veränderungen der politischen Partizipation und der demokratischen Öffentlichkeit – jeweils vor dem Hintergrund des strukturellen Wandels politischer Kommunikation durch Online-Medien.

Digital Communication Research ist die offizielle Buchreihe der Fachgruppe „Digitale Kommunikation“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Sie wird unterstützt durch die Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF).

Die Publikation könnt Ihr hier downloaden: http://digitalcommunicationresearch.de/v3/


Studie: Das ist die Rangliste der Lieblingsländer der Deutschen

splendid_research_logo_2016Die Deutschen finden Schweden am sympathischsten, machen am liebsten Urlaub in Spanien und würden am ehesten nach Österreich auswandern. Insgesamt schaffen es nicht nur warme, sondern auch überraschend viele kühle Staaten in die Rangliste der Lieblingsländer der Deutschen.

Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage im Dezember 2016 1.067 Deutsche zwischen 18 und 70 Jahren online zu ihrer Meinung zu Ländern befragt. Untersucht wurde die Sympathie der Teilnehmer für 28 Länder, die Attraktivität der Länder als Urlaubsziele und die Bereitschaft dauerhaft dort zu leben.

Um in die Herzen der Deutschen zu gelangen, gibt es ein Patentrezept: Ein Land sollte dünn besiedelt sein, viel Natur besitzen, Sicherheit bieten und wenig negative Schlagzeilen produzieren. Am besten gelingt dies Schweden, das 60 Prozent der Deutschen sympathisch finden – der absolute Spitzenwert aller Länder. Etwas dahinter folgen Kanada, Australien, Neuseeland und Dänemark mit Sympathie-Werten zwischen 55 und 52 Prozent.

Unbeliebt sind dagegen vor allem Länder, über die negativ berichtet wird. Auf den letzten drei Plätzen landen die autoritären Regime in Russland, China und der Türkei, die jeweils nur 10 Prozent der Deutschen sympathisch sind. Aber auch demokratischen Ländern wie Israel (13 Prozent) und Indien (14 Prozent), die häufig mit schlechten Nachrichten in den Medien sind, fällt es schwer, Sympathisanten zu gewinnen.

In den Ferien haben Sommer, Sonne und Strand die Nase vorn: für jeweils 59 Prozent der Deutschen kommen Italien und Spanien als Urlaubsländer in Frage. In das kühlere Klima von Schweden (56 Prozent) und Kanada (52 Prozent) würde allerdings über die Hälfte ebenfalls gerne verreisen. Etwa jeder siebte Deutsche gehört zu den Entdeckern, die auch Länder wie Russland, China und Indien bereisen würden. Wie groß der Einfluss der Sicherheitslage auf die Reisebereitschaft ist, zeigt sich an Israel, das nur für 15 Prozent als potenzielles Urlausziel in Frage kommt, sowie an der Türkei, in die nur noch 17 Prozent fahren würden.

78 Prozent der Deutschen könnten sich vorstellen, längere Zeit in einem anderen Land zu leben. Für die Mehrheit kommen jedoch dafür nur wenige Länder in Frage. Am meisten Bundesbürger wären bereit, in die Nachbarländer Österreich (23 Prozent) und Schweiz (22 Prozent) auszuwandern. In die Top 10 schaffen es hier auch die USA, die für 17 Prozent zum neuen Lebensmittelpunkt werden könnten. Selten als Auswanderziel in Frage kommen Staaten mit instabiler Sicherheitslage oder autoritären Regimen. Aber auch in Japan, Brasilien und Argentinien, die zumindest als Urlaubsländer viele Deutsche reizen, würden nur 3 Prozent dauerhaft leben wollen.

Es lohnt sich für Länder im Übrigen durchaus, Maßnahmen zu ergreifen, um ihr Image zu verbessern, denn wenn die Deutschen ein Land sympathisch finden, können sie sich auch eher vorstellen, dort ihren Urlaub zu verbringen.

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Die vollständige Studie gibt es unter www.splendid-research.com.


Studie: Jeder zweite Deutsche würde für Geld Fitnessdaten an Krankenversicherer weitergeben

DrGrieger-logo-mittelImmer mehr Menschen zählen verbrauchte Kalorien mit Fitness-Armbändern oder erfassen ihren Finanzstatus per App. Versicherungen, Banken und Online-Dienstleister möchten die Daten nutzen, vor allem risikobereite Menschen würden sie für Geld auch offenlegen. Eine aktuelle Studie untersucht nun erstmals umfassend, wie groß das Potenzial für die kommerzielle Nutzung von Quantified Self-Daten ist und auf welche Faktoren es dabei ankommt.

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat im Juni 2016 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.011 Verbraucher zwischen 15 und 69 Jahren zum Self Tracking und zur Weitergabebereitschaft persönlicher Daten online befragt. Insgesamt erheben demnach bereits 21 Prozent der Bevölkerung Daten zu ihrem eigenen Leben. Den deutlich größten Anteil haben dabei Fitness- und Gesundheitsdaten, die von 18 Prozent erfasst werden. Es folgen die Bereiche Ernährung (5 Prozent), Finanzen (3 Prozent) sowie Persönliches & Intimes und Energieverbrauch (jeweils 2 Prozent). Während Frauen häufiger Fitness und Ernährung dokumentieren, liegen die Männer beim Tracking von Finanzen und Energieverbrauch vorne.

Selbsterhobene Daten zum Bewegungsverhalten würden 54 Prozent der Bevölkerung an ihre Krankenkasse übermitteln, 21 Prozent bereits für einen Bonus von 50 Euro im Jahr. Für ein halbes Monatsgehalt mehr würden 44 Prozent der Weitergabe dieser Daten an den Arbeitgeber zustimmen. Daten zum Fahrverhalten (Telemetrie) würden ebenfalls 44 Prozent an ihre Kfz-Versicherung senden, durchschnittlich für einen Bonus von 160 Euro im Jahr. Deutlich skeptischer sind die Deutschen bei der Übermittlung von Gesundheitsdaten an Banken, um einen günstigeren Kredit zu bekommen; für zwei Drittel ist hier die Grenze erreicht. Allerdings wäre jeder Dritte für eine Ermäßigung von rund 550 Euro dazu bereit.

Infografik-Quantified-Wealth-Monetarisierung-Daten-2016Besonders Personen mit hoher Risikoneigung, die etwa ein Viertel der Bevölkerung ausmachen, sind bereit, ihre Daten weiterzugeben. Dabei wird Selbstüberschätzung deutlich: Männer mit mindestens einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung auf der letzten Autofahrt haben die höchste Zustimmungsrate zur Übermittlung ihrer Telemetriedaten an Kfz-Versicherungen, obwohl gerade für sie die Versicherung wohl deutlich teurer werden dürfte. „Die Auswertung und der Vergleich von Self Tracking-Daten können vielen Menschen ein realistischeres Bild von sich selbst vermitteln“, erläutert Daniel Althaus von Dr. Grieger & Cie. Marktforschung.

Die überwältigende Mehrheit teilt das Datenschutzverständnis des Grundgesetzes: 96 Prozent sind der Ansicht, ohne explizite Zustimmung der Betroffenen sollten keine Daten übermittelt werden dürfen. Im Zweifelsfall müssen sich die Bürger aber an die eigene Nase fassen: Nur 43 Prozent lesen die Datenschutzerklärungen von Online Shops, die von Self Tracking-Anwendungen lesen nur 24 Prozent. Vier von fünf Deutschen ergreifen zwar selbst Maßnahmen zum Datenschutz, dies geht bei den meisten aber nicht über das Löschen der Browserhistorie hinaus. „Privater Datenschutz kann von weiten Teilen der Bevölkerung praktiziert werden, aber er muss dazu einfach und verständlich sein“, führt Althaus weiter aus.

Die vollständige Studie gibt es unter www.grieger-cie.de/quantified-wealth


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